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Kunst & Punsch am 9.+10. Dezember

Am 2. Adventwochenende gibt es in Ashausen wieder eine bunte Ausstellung bei „Kunst & Punsch“. Damit der Besuch ohne Park-Stress möglich ist, gibt es schräg gegenüber am Ortsausgang eine kostenlose Parkmöglichkeit auf der Wiese.

Das Ole Huus wird prall gefüllt sein mit Kunsthandwerk und Musik.
In diesem Jahr werden 18 Kunsthandwerker erwartet, u.a. mit : Keramik, Holzarbeiten, Teddybären, Stoffdesign, Fotografie, Yogakissen, Keramikschmuck, Acrylmalerei, Aquarelle … und, und, und.

Fünf Aussteller sind in diesem Jahr erstmals bei Kunst & Punsch vertreten:

  • Karin Karl aus Stelle präsentiert wunderbare Aquarelle,
  • Kirsten Meyer ist mit ausdrucksstarken großformatigen Acrylbildern auf der Tenne des Olen Huus vertreten.

Besonders zu erwähnen ist die Famile Kröpke/Peper, die mit 3 Familienmitgliedern bei der diesjährigen Ausstellung dabei sein wird

  • Fotografien von Jeanette Peper,
  • Stoffutensilos fertigt ihre Tochter Annemarie und
  • Anne Kröpke wird im „Olen Huus“ ein von ihr verfasstes Kinderbuch präsentieren.

Musikalische Highlights sind an beiden Tagen zu erwarten. Sonntag freuen wir uns auf die Singer-Songwriterin Katja Kaye  mit Folk um 16.00. (Hutspende).

Sängerin, Songschreiberin, Gitarristin – sicherlich nicht nur mit „Every Day Could Be Christmas“.

Hier geht’s zu Katja Kayes Kurzbiografie.

Auch das Café in der Stube ist wieder an beiden Tagen geöffnet. Die Landfrauen und Mitglieder des Heimatvereins werden mit Kuchen und Torten verwöhnen.
Im kleinen Budendorf vor der „Grootdör“ gibt es wieder einiges zu entdecken und allerlei Kulinarisches.
Sonntagvormittag ist um 11 Uhr Gottesdienst auf der Tenne mit dem Kindergospelchor.
Jul-Klapp
Samstag von 14-20 Uhr und Sonntag bis 14.00 Uhr können Kinder kleine Geschenke (müssen nicht neu sein) oder was Gebasteltes im „Olen Huus“ abgegeben, und sich dann selbst mit einer Kleinigkeit aus dem großen Sack überraschen lassen.
Sonntag gegen 15.00 wird der Sack geöffnet !!

 

 

Klassik unterm Reetdach

Das Rotenbek Trio begeisterte im Olen Huus!

Die Mitglieder des Rotenbek Trios

Von Japan über Bulgarien bis nach Spanien und weiter nach Südamerika reichte die Herkunft der Komponisten, deren Werke das Rotenbek Trio jetzt im Olen Huus in Ashausen spielte. Kammermusik vom Feinsten gaben Heike Krugmann, Stefan Rother und Peter Lohse auf ihren Konzertgitarren im Domizil des Heimatvereins Ashausen e.V. zum Besten. Das Konzert in D-Dur von Vivaldi in drei Sätzen stimmte das Publikum auf das abwechslungsreiche Programm ein. „Vier baskische Chansons“ von Jesus Guridi, ursprünglich für Klavier und Singstimme komponiert, hatte in der dreistimmigen Bearbeitung für Gitarre einen ganz eigenen Charme.

Durch die abwechslungsreiche Moderation der Künstler erhielten die Konzertbesucher auch interessante Informationen über die Entstehungsgeschichte der einzelnen Stücke und ihre Bedeutung.

Obwohl einer der Spieler in einem gewaltigen Verkehrsstau steckte, und das Konzert erst verspätet beginnen konnte, tat dies der Begeisterung unter den Besuchern keinen Abbruch. Mit zwei Zugaben, dem Choral „Straf mich nicht in deinem Zorn“ von Johann Sebastian Bach zum Schluss, verabschiedete sich das Rotenbek Trio aus der urigen Spielstätte. Mitglieder des Heimatvereins sorgten bei sonnigem Wetter für eine abwechslungsreiche Bewirtung mit Prosecco, Wein, Bier und Bratwurst. Die Konzertreihe wird in unregelmäßigen Abständen mit verschiedenen Künstlern fortgesetzt.

Vielen Dank an Antje & Volker Klatt für die tollen Fotos!
Mit einem Klick kann man zwischen Vorschaubildern (hier Klick auf’s Bild und das Bild wird groß) und Diashow wechseln.

Kunst & Punsch am Olen Huus

Alle Jahre wieder gibt es in Ashausen am 2. Adventswochenende Kunst, Punsch, Live-Musik und vieles mehr. kunstpunsch_plakat_2016Für dieses Jahr haben sich wieder etliche Kunsthandwerker aus der Region angemeldet. Ausgestellt werden u.a. Betonobjekte, Keramiken, Holzfiguren oder auch selbst genähte Kinderkleidung von Henrike Wilckens. Außerdem sind als neue Aussteller Claudia Scholl mit Gestricktem
und Marion Gröne mit Keramikschmuck dabei. Als musikalische Highlights gibt es am Samstag gegen 17.00 Musik von „SaxKonträr“,
Sonntag stimmt die Formation „Pine Alley“ besinnliche und Liebeslieder an, gegen 15.00.
Außerdem gibt es um 11 Uhr einen Gottesdienst auf der Tenne, erneut mit dem Ashäuser Kindergospelchor. In die gute „Stuv“ im Olen Huus locken köstliche Kuchen und Kaffeeduft und im kleinen Budendorf vor der „Grootdör“ gibt es traditionell Punsch und Bratwurst, viele andere Leckereien und auch Kreatives zu entdecken. Und zu guter Letzt heißt es am Sonntagnachmittag um 17.00 : „Kinder, plündert den Tannenbaum !“
Neugierig ?
Die Ausstellung ist geöffnet Samstag 3. Dezember 14-20 Uhr und
Sonntag nach dem Gottesdienst ab 12-18 Uhr.

Ich, dat Ole Huus, erzähle meine Geschichte

Als 2004 die Ausstellung „Kunst & Punsch“ das erste Mal am und im „Olen Huus“ in Ashausen stattfand, war dies für die meisten Besucher die erste Gelegenheit, sich das „Ole Huus“ von innen anzusehen.

Viele waren von dem Charme des Hauses begeistert. In der Zeitung „Unser Stelle“ wurde in der nächsten Zeit das Haus und die Aktivitäten des Heimatvereins Ashausen vorgestellt.

zu Teil 1
Das „Ole Huus“ erzählt seine Geschichte (1)

Das niederdeutsche Fachwerk-Hallenhaus

Das „Ole Huus“ in Ashausen ist ein typisches Zweiständerhaus.

Das von der Giebelseite erschlossene, niederdeutsche Hallenhaus beherrscht vom Zwei- bis Vierständerbau in weiten Teilen Norddeutschlands die Dorfbilder.
In der Grundform stützen zwei Hauptständen jeweils einen Dielenbalken, auf dem wiederum die Dachsparren aufgelagert sind.

Grundrisse-und-Schnitte

Die niedrigen Seitenteile, Kübbungen genannt, dienten als Stallungen und haben beim Zweiständerbau keine konstruktive Bedeutung.

Beim Vierständerhaus wurde die Außenwand auf die Höhe
der Hauptständer gebracht.
Nun ruht der Dielenbalken auf den Hauptständern und den Außenwänden zugleich. Die Außenwände sind nun tragend, was bei Veränderungen berücksichtigt werden muss.

Das Hallenhaus wunde in seiner Längsachse aus sogenannten Gebinden (jeweils ein Ständerpaar mit Dielenbalken und Gespärre/ Dachsparren) zusammengesetzt. Der Gebindeabstand um 3.0 m bildet die Maßeinheit, die in der Fassade (Traufseite) die Abstände der zwischengestellten senkrechten Stiele, verbunden durch waagerechte Riegel, und damit die Proportionen der Gefache. (Ausmauerungen und Öffnungen) vorgab.
Das innere Gefüge des Hauses ist nach außen sichtbar. Die Hauptständer und Dielenbalken zeigen vor allem am Giebel das Tragegerüst. Streben belegen die konstruktiv notwendige Aussteifung.
Der „Hahnenbalken“, d.h. die obere Querverbindung der Sparren, wurde oft durch eine größere Holzstärke – ebenso wie der Dielenbalken über der „Grotdör“ – durch Farbigkeit und Inschrift hervorgehoben. Der Wirtschaftsgiebel war zugleich der Schaugiebel des Hauses zur Straßenseite.

Gedanken zum „Olen Huus“

Dat Ole Huus hat so viel erlebt,
davon hier nun ein bisschen in Reimen steht.

Dat ole Huss-Gedicht

Dat Ole Huus

Dat Ole Huus ist wirklich olt, ja alt
schon eine ganze Zeit ganz leer und kalt.
Vor vielen Jahren noch voller Leben,
doch irgendwann alles aufgegeben.
Kein Schwein, keine Kuh und auch kein Pferd,
kalt bleibt in der Küche jetzt der Herd.
Es riecht nicht mehr nach Heu und Stroh,
darin früher der Knecht und die Magd ganz froh
ein bisschen tollten, mal so und mal so.

Selbst der Hahn jagte hinter der Henne
immer wieder durch die Tenne
und musste sie sich oft mal ducken,
dann fing sie auch bald an zu glucken.
Die Bäuerin und der Bauer haben mit aller Kraft
für die Familie zum Leben sich etwas geschafft.
Vom frühen Morgen bis abends spät
die Felder beackert, das Korn wurde gesät.

Doch irgendwann, so ist es im Leben,
mussten sie wahrscheinlich alles aufgeben.
Bald war das Haus dann leer,
ein und aus ging keiner mehr.
Es war keiner mehr da mit freundlichem Gruß,
man spricht jetzt nach Jahren vom Olen Huus.

Der Ziehbrunnen vor dem Olen Huus,
die lange Stange hoch auf, wie zum Gruß,
an alle, die hier vorbei fahren und gehen,
aber keinen mehr Wasser holen sehen.

Eine ganze Zeit konnte man sehen, wie schlecht es mir geht.
Das Dach wurde immer schlechter, zu alt war das Reet.
Zum Glück wurde der Heimatverein gegründet.
Für jeden mit dem Gedanken,
das Ole Huus zu schützen und es wieder zu beleben.
Dann wurde das Ole Huus vom Besitzer übernommen.
Jetzt konnten die Mitglieder zum Arbeiten kommen.

Der Heimatverein mit seinem starken Willen
möchte das Ole Huus wieder mit Leben erfüllen.
Mit viel Fleiß und mit viel Mut
wird jede Arbeit immer gut.
Durch die vielen großen Spenden
konnte man so manche Arbeit vollenden.

Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten
und man konnte zur ersten Veranstaltung starten.
Man war sich einig im Verein,
ein Weihnachtsmarkt sollte es sein.
Bekannte Kreative aus der Region
stellten unter dem Titel “Kunst und Punsch” ihre Werke aus
und viele Besucher füllten das Haus.

Auch die Landfrauen halfen fleißig wie die Bienen,
mit dem “Huuscafe” etwas für den Verein mit zuverdienen.
So mancher erfüllte sich seinen Wunsch,
danach eine Bratwurst, dazu einen Punsch.

Etwas Musik, es wurde auch gesungen,
es war auf jeden Fall alles gut gelungen.
Jetzt wird das Leben im Olen Huus erhalten,
neue Ideen zu bringen und bald zu veranstalten.

Durch meine Freundschaft mit Erika und Klaus-Dieter Klose aus jungen Jahren
habe ich erst alles von Ashausen erfahren.
Ich komme seit Jahren auch gerne zum Flohmarkt hierher,
daher kenne ich auch Reinhard Behr.
Ich bewundere sein Wissen und Können, auch all seine Kraft,
ich wünsche ihm, dass er es noch viele Jahre so schafft.

Ich hoffe, es soll noch recht lange so weitergehen,
wir werden es in den nächsten Jahren ja sehen.

In Freundschaft
Horst Kaczmareck