Archiv der Kategorie: Dorfgeschichte

Flurstein 2018 Up’n Moor

26. April 2018
17. Flurstein: Up’n Moor

Pünktlich zur Einweihung des nun schon 17. Flursteins in der Gemarkung Ashausen verzogen sich die letzten Regenwolken endgültig.

Die Flur „Up`n Moor“ wurde erstmals 1776 erwähnt. Obwohl die Flur als Moor bezeichnet wird, ist der Boden nicht moorig, sondern es führte vermutlich die schwarze Erde zu diesem Flurnamen. Die hinter den Häusern der Gartenstraße liegenden Grundstücke werden teilweise noch heute als Garten- oder Ackerland genutzt.

Nachdem Reinhard Behr in gewohnt launiger Art über die Fluren im Allgemeinen und „Up’n Moor“ im Speziellen berichtete, wurden die erschienenen Gäste von den Spendern Ulrike und Olaf Sander mit Speis und Trank bewirtet.

 

Die Regenschirme fanden sich malerisch an der benachbarten Eiche ein.

Die Fotos stellten uns Antje und Volker Klatt zur Verfügung.

Zur Seite „Flursteine in Ashausen“.

Das Dreigestirn war wieder aktiv

Peter, Reinhard und Klaus-Dieter

Da einige Wandervögel nachgefragt haben, wie man vom Büllhorn zu der Postbrücke kommt und auf dem Ashausen-Flyer steht:

„Wegweiser beachten“

obwohl da ja keine stehen, haben wir 3 uns der Sache angenommen.

Peter hat beim Sägewerk in Garstedt die 3 Eichenbalken und die Rohschilder sägen und hobeln lassen,Klaus-Dieter hat im Keller auf seiner Hobelbank die Texte in die Schilder geschnitzt,

Peter hat die fertigen Schilder in die Pfosten verzapft und alles geölt,zu dritt haben wir im „Olen  Huus“ die Betonsockel gegossen.

Am Samstag den 17.3.2018 nutzten wir das Wetter aus und haben die 3 Wegweiser aufgestellt.

 

Der Erste steht Ecke Holer Moor/ Ecke Mondscheinweg, der zweite Wegweiser kommt nach ca. 500m  den Mondscheinweg entlang und zeigt nach links zur Postbrücke. Von da geht es ca. 200 m geradeaus und nach einem Rechtsschlenker zur nächsten Kreuzung. Dort zeigt der dritte Wegweiser links zur Postbrücke, die man jetzt schon sehen kann. Der Rückweg ist entgegengesetzt ausgewiesen bzw. man geht/fährt weiter auf den Holtorfsloher Weg.

Somit steht dem Osterspaziergang nichts mehr im Wege und wir hoffen das Wetter wird schön.

Klaus-Dieter Klose

Unsere Dorfgeschichte wird „lebendig“

Der Heimatverein Ashausen engagiert sich seit vielen Jahren aktiv für den Erhalt und die Pflege der Werte dieses über 700 Jahre alten Dorfes. In dem jüngsten Projekt mit dem Arbeitstitel „Dorfgeschichte sichtbar machen“ dreht sich alles darum, die das Ortsbild prägenden Einflüsse und Entwicklungen auch für die jüngere Generation und die zahlreichen Neubürger von Ashausen sichtbar und erlebbar zu machen. Der erste von drei Teilen des Projektes konnte nun eingeweiht werden.

Rund 90 Einwohner und Gäste folgten am 27. Januar 2018 der Einladung des Heimatvereins Ashausen und wurden vom Vereinsvorsitzenden Reinhard Behr vor dem Schützenhaus am Holtorfsloher Weg bei trockenem Wetter herzlich begrüßt. Darunter auch Bürgermeister Robert Isernhagen und Jürgen Steinhage, Enkel des Gründers des Betonwerkes Heinrich Steinhage. Sie alle waren gekommen, um an der Enthüllung der Informationstafel „Schützenhaus“, die stellvertretend für 18 weitere Tafeln zur Dorfgeschichte von Ashausen ausgewählt wurde, teilzunehmen. Bevor die Tafel den Blicken der Gäste frei gegeben wurde, erzählte der Leiter des Projektes Peter Grelck über die spannende und interessante Arbeit an dieser umfassenden Aufgabe.

Bürger engagierten sich
Eineinhalb Jahre hat die Arbeitsgruppe „Dorfgeschichte“ bestehend aus Reinhard Behr, Klaus-Dieter Klose, Bernd Degel, Ilona Willrodt, Sylvia Simon, Gabriele Richter, Manfred Richter, Arne Persil, Lothar Riedel, Jürgen Neubauer unter der Leitung des ehemaligen Stadtplaners Peter Grelck intensiv recherchiert, getextet und gestaltet, um Wissenswertes zu 19 markanten Punkten rund um das Dorf Ashausen erlebbar zu machen. „Die Zusammenarbeit in diesem Team war für mich ein tolles Erlebnis“, sagte Peter Grelck. „Ich dachte, nach 33 Jahren leben in Ashausen wüsste ich schon einiges, aber meine Mitstreiter hatten viel mehr Detailwissen zur Dorfgeschichte als ich“.

Schlau werden durch Spazieren gehen
Das Ergebnis kann nun auf 19 klar gestalteten und wetterfesten Tafeln während eines Spazierganges durch und um das Dorf von Einheimischen und Besuchern nachgelesen werden.

Dazu gehören zum Beispiel die Geschichten rund um den Kiesabbau und das Betonwerk der Firma Steinhage, die auf insgesamt vier Tafeln entlang der Ashausener Straße dargestellt wird; die Heidbargsiedlung mit dem angrenzenden Jubiläumswald, die Finnen- und die Mühlenbachsiedlung, der „Rosenhof“, die alte Postbrücke – auch Napoleonbrücke genannt – sowie die Schützen- und Sportanlagen, um nur einige zu nennen.

Im Zuge des modernen Handy-Zeitalters tragen alle Tafeln auch einen QR-Code, der zur Webseite des Heimatvereins mit noch mehr Details zum jeweiligen Standort führt.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende
„Die heute vorgestellte große Dorf-Tour ist der erste Teil des Projektes „Dorfgeschichte“. Im zweiten Schritt wird eine Tour durch das Ortszentrum von Ashausen erarbeitet. Und zum Schluss möchten wir dann an einem zentralen Platz drei bis vier größere Informationstafeln mit einer Zusammenfassung der Geschichtsdaten des Ortes, mit den Standorten aller Tafeln und Flursteine sowie mit der öffentlichen Infrastruktur aufstellen“, beendete Peter Grelck seine Ausführungen.

Er bedankte sich auch bei allen Befürwortern und aktiven Unterstützern des Projektes. Die Kosten dieses ambitionierten Projektes trägt übrigens allein der Heimatverein.

Mit den abschließenden Grußworten des Bürgermeisters, künftig mehr Tourismus nach Ashausen holen zu wollen (wofür er eigens zur Grünen Woche reiste), begannen rege Gespräche unter den Ashäusern bei Kaffee, Punsch, Schmalzbroten und Heitmanns wunderbarem Butterkuchen.

Michela Dulz

Zu den Info-Tafeln

Fotos im Text: Petra Göring und Sylvia Simon
Galeriefotos: Antje und Volker Klatt

 

 

Und im Winsener Anzeiger stand am 2. Februar 2018 zu lesen:

Einweihung Info Tafeln

Liebe Bürger von Ashausen, Vereinsmitglieder des Heimatvereins,
liebe Freunde,

am Samstag, den 27. Januar 2018 um 14:00 Uhr wird vom Heimatverein Ashausen wieder ein großes Projekt für das Dorf vorgestellt.

Ashausen hat eine vielschichtige, interessante Dorfgeschichte aufzuweisen. Diese ist aber Besuchern, Neubürgern und vor allem jüngeren Bewohnern nicht bewusst oder nur in Ansätzen bekannt.

Um dem abzuhelfen, stellten bereits 1994 Heino Eddelbüttel und Marion Luckow eine Chronik von Ashausen in 2 Bänden vor, die leider seit längerem vergriffen ist. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat im September 2016 beschlossen, die Dorfgeschichte auf eine andere Art und Weise wieder erlebbar zu machen.

Nach zahlreichen Sitzungen der Arbeitsgruppe, Recherchen in Museen und Archiven, Diskussionen und immer wieder Korrekturen ist es nun soweit:

Am Holtorfsloher Weg 13 vor dem Schützenhaus wird beispielhaft eine Tafel zur Geschichte von Ashausen vorgestellt. 18 weitere Informationstafeln werden bis zum Eröffnungstermin am 27. Januar an den jeweiligen Orten installiert sein. Andere werden in absehbarer Zeit folgen, um schließlich im gesamten Ortsbereich von der Postbrücke bis zum Bahnhof die Dorfgeschichte lebendig werden zu lassen.

Zur Eröffnung der Aktion lädt der Heimatverein seine Mitglieder und alle interessierten Bürger, alle Vereine sowie Vertreter der Institutionen, die uns bei der Arbeit unterstützt haben, herzlich ein.

Für einen kleinen Umtrunk ist gesorgt. Bei nassem Wetter sind wir Gast im Schützenhaus, wo die weiteren 18 Tafeln in Kopie vorgestellt werden.

Reinhard Behr
1. Vorsitzender

  

   

Weiteres zu den Info-Tafeln.

Aus dem Hamburger Abendblatt:

Flurstein 2017: An’n Abenbarg

26. April 2017
16. Flurstein:  An’n Abenbarg

Der Kälte zum Trotz, aber bei überwiegend trockenem Wetter, konnten ca. 60 Teilnehmer den diesjährigen Flurstein am Holtorfsloher Weg einweihen.

Reinhard Behr und die Stifter (Brigitte Ehlers-Grelck, Peter Grelck & Ingrid Schreer) begrüßten alle Anwesenden und freuten sich über die zahlreich erschienenen Gäste.

Der Vorsitzende des Heimatvereins und die Stifter (v.l. Reinhard Behr, Brigitte Ehlers-Grelck, Ingrid Schreer und Peter Grelck)

Als Vorsitzender des Heimatvereins erläuterte Reinhard Behr die geschichtlichen Hintergründe der Flursteine in Ashausen. Anschließend wurde der Stein und die dazugehörende Infotafel von den Stiftern und dem Vorsitzenden unter großem Applaus enthüllt.
Peter Grelck fügte in seiner kurzen Ansprache noch persönliche Beweggründe zur Stiftung und die Historie des einzuweihenden Steins hinzu. Dieser Stein (siehe Fotos) ist vor Jahren bei Bauarbeiten auf dem Grundstück der benachbarten Familie Andersen gefunden worden und stammt aus der Eiszeit.

Die Flur „An´n Abenbarg“ (Aben = Ofen) wurde erstmals 1607 erwähnt und umfasst eine Fläche von ca. 30 ha. Die höchste Erhebung der Flur mit 51 m liegt an der Gemeindegrenze zur Gemarkung Scharmbeck. In diesem waldreichen und teilweise lehmigen Gebiet wurden Bruchstücke von Lehmöfen (daher auch der Begriff „Ofenberg“) aus vorgeschichtlichen Besiedlungen gefunden.

Die Freude über den nunmehr 16. Flurstein war groß und die anwesenden Gäste wurden mit allerlei Getränken und leckeren Suppen von den Gastgebern verköstigt.

Petra Göring, als zweite Vorsitzende des Heimatvereins, verwies noch einmal darauf, dass ihre Tochter im Siebdruckverfahren wieder T-Shirts mit dem Heimatvereinslogo erstellt. Petra Göring nahm Bestellungen entgegen und erläuterte, dass auch noch kurzfristig Bestellungen per E-Mail (info@ashausen.info) oder telefonisch bei Kati Domroes (04174-593071) möglich seien. Ebenso durfte ein bisschen Werbung für den Heimatverein nicht fehlen. Thomas Götze hatte Mitgliederanträge dabei und dankte allen für ihr Engagement.

Bei interessanten Gesprächen und Schlehenschnaps klang der Abend aus, vielen Dank den Stiftern/Gastgebern.

Impressionen der Flursteinsetzung

 

Aus dem Winsener Anzeiger vom 2.5.2017

Aus dem Winsener Anzeiger vom 2.5.2017

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Flurstein 2016: An’n grode Torfmoor

26. April 2016
15. Flurstein: AN`N GRODE TORFMOOR

Spender: Annika, Manfred und Gabriela Richter

Lage: Ohlendorfer Weg

Die Flur umfasst den Bereich zwischen Ohlendorfer Weg, Holer Moor und Mondscheinweg. Während und nach dem Krieg siedelten sich hier die ersten Bürger, vornehmlich Hamburger, an. Sie bauten sich Wochenendhäuser, in denen sie zunächst auch nur das Wochenende verbrachten. Im Laufe der Zeit wurden die Wochenendhäuser ausgebaut und es kamen viele Neubauten hinzu.

Der überwiegende Teil der Flur ist jedoch noch Waldgebiet, bestanden mit vielen mächtigen Kiefern.

Die namensgebende Nachbarflur GRODE TORFMOOR liegt zwischen dem Mondscheinweg und dem Ashäuser Mühlenbach. Dort wurde in früheren Jahren Torf abgebaut.

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Ca. 30 Mitglieder und Freunde kamen trotz des kalten Wetters
– immerhin hat es pünktlich zur Steinsetzung aufgehört zu regnen – und lauschten andächtig den Worten von Reinhard Behr.
Im Anschluss klönten wir noch lange bei von den Stiftern des Steins angebotenen Snacks und Getränken. Vielen Dank!

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Aus dem  Winsener Anzeiger zur diesjährigen Flursteinsetzung.

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Flurstein 2015: Swienweid

26. April 2015
14. Flurstein: SWIENWEID

Swienweid klein

Spender: Thomas Götze und Günter Leube

Lage: vor Neue Straße 2b

Dieses Flurstück (amooriges Brachland) wurde 1825 im Verkoppelungsrezess als gemeinschaftlich genutzter Besitz ausgewiesen und diente vornehmlich zum Schweineaustrieb.
Das Gelände wurde urbar gemacht, kultiviert und der Bach begradigt. Mit dem Aufkommen intensiverer Schweinemast um 1880 und dem Bau massiver Schweinehäuser wurden hier Abbauerstellen auf Erbenzins vergeben.
Die ersten Ansiedlungen erfolgten im Bereich „Am Osterberg“ ab 1894 und im Bereich „Neue Straße“ ab 1908.

TransportAufbauDer Stein wurde beim  ehemaligen Kiesturm (Steinhage) gefunden und von Hans-Jürgen Neven (Hötzel) von dort zur Beschriftung nach Ashausen und später zum endgültigen Standort transportiert.
Die Fa. Möller-Blödorn (Inh. Falta)  fertigte die Inschrift. Die Gravur des Schildes organisierte wie immer Thomas Götze, das dann von Reinhard Behr zusammengebaut wurde.
Die Pflege des gemeindeeigenen Areals rund um den Stein übernehmen die direkten Anwohner Hanna & Hans Wegner.

Swienweid vorher   Schild Swienweid   Stein Swienweid

ImbissImbiss2Wir bedanken uns bei Günter Leube und Thomas Götze als Stifter und für den anschließenden Umtrunk mit Imbiss.

Steinlegung

Aus dem  Winsener Anzeiger zur diesjährigen Flursteinsetzung.

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Flurstein 2014: Grood Wisch

26. April 2014
13. Flurstein: GROOD WISCH

GroodWisch2

Spender: Marianne und Dieter Sommer

Lage: Gartenstraße in Richtung Scharmbecker Grevelau (Wegespinne)

Die Flur „GROOD WISCH“ wurde erstmalig 1810 / 1825 erwähnt.
1847 wurden durch die Inbetriebnahme der Eisenbahn Harburg-Lüneburg-Celle-Hannover die Flurstücke 42, 43 und 44 zerschnitten.
Die Flur beginnt erst jenseits des Grenzgrabens auf beiden Seiten der Bahnlinie.

 

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Flurstein 2013: Querbülten

26. April 2013
12. Flurstein: QUERBÜLTEN

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Spender: Margit Bonacker und Christian Popp

Lage: Ecke Büllhorner Weg / Querbülten

Die Flur wurde erstmalig 1607 als Dwerbunten erwähnt.

Die Grundstücke in der Nachbarflur REMEN hatten eine Lage von Norden nach Süden. Das Flurstück QUERBÜLTEN läuft quer zu den anderen Stücken.

Bult oder Bülten weist auf sandigen Boden, bestanden mit Heide und Bültengras (minderwertiges Gras) hin.

 

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